Das Projekt COVID Kids

Während der ersten Welle der COVID-19 Pandemie im Frühling 2020 wurde das Forschungsprojekt “COVID-Kids” zum Wohlbefinden von Kindern durchgeführt. Die Studie untersuchte das subjektive Wohlbefinden sowie die täglichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren in Luxemburg, Deutschland, der Schweiz und Brasilien.

Das Forschungsprojekt COVID-Kids verwendete einen Mixed-Methods-Ansatz, bestehend aus einem Fragebogen und Interviews. Der anonyme Fragebogen war vom 6. Mai bis zum 14. Juli 2020 online und wurde von 680 Kindern in verschiedenen Ländern ausgefüllt.

Der Fragebogen konzentrierte sich auf drei Hauptteile:

  1. Allgemeine Informationen zu den Teilnehmern
  2. Leben und Schule vor der Pandemie
  3. Leben und Schule während der Pandemie.

Die Interviews wurden mit 22 Kindern im Alter von 8-16 Jahren in Luxemburg durchgeführt.

Neben den Hauptergebnissen gibt die Studie auch einige Empfehlungen, um das Wohlbefinden der Kinder zu verbessern und langfristige, negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der jungen Menschen in Zukunft zu minimieren oder sogar ganz zu vermeiden.

BIEN-ÊTRE SUBJECTIF ET EXPÉRIENCES QUOTIDIENNES DES ENFANTS DE 6 À 16 ANS PENDANT LA PREMIÈRE VAGUE DE LA PANDÉMIE COVID-19 AU LUXEMBOURG
téléchargez le rapport

SUBJECTIVE WELL-BEING AND STAY-AT-HOME EXPERIENCES OF CHILDREN AGED 6-16 DURING THE FIRST WAVE OF THE COVID-19 PANDEMIC IN LUXEMBOURG
download the report

Die Lebenszufriedenheit der Kinder sank erheblich von 96% (vor der Pandemie) auf 67% (während der Pandemie).

Das emotionale Wohlbefinden verringerte sich vor allem bei Mädchen, älteren Kindern, sowie bei solchen aus niedrigeren sozioökonomischen Verhältnissen.

Das Wohlbefinden hängt in hohem Maße von der Schwierigkeit, der Menge und dem Inhalt der Schularbeiten während der Schulzeit ab, der Angst in der Pandemie krank zu werden und der Zufriedenheit, wie Erwachsene Kindern und Jugendlichen zuhören.

Die Kinder vermissten ihre Freunde (37%) und ihre Familie (37%) am meisten, als die Schule geschlossen war und sie zuhause bleiben mussten.

32 % der Kinder gaben an, dass sie sich oft Sorgen darüber machen, dass sie oder eine Person, die ihnen nahe steht, in der Pandemie  krank werden könnte.

Kinder waren während der Pandemie viel weniger „aktiv“. 46% der Sekundarschüler gaben an, viel Zeit mit „Nichtstun“ zu verbringen. Gaben 86% der Grundschulkinder an, häufig zu spielen und 69% häufig Zeit draußen zu verbringen, so sinkt dieser Anteil bei Jugendlichen auf 35% bzw. 54%.